Wir danken für dieses außergewöhnliche Engagement besonders von Frau Dorothea Hufnagel und allen Beteiligten der Grundschule auf der Wanne, der Albert-Schweitzer-Kirchengemeinde und der Evangelischen Schulseelsorge.
Auf Initiative und unter organisatorischer Leitung der Tübinger Religionslehrerin und Schulseelsorgerin Dorothea Hufnagel gab es vom 20. September bis 28. Oktober 2011 in der Tübinger Grundschule auf der Wanne ein Projekt zu Albert Schweitzers „Ehrfurcht vor dem Leben“.
In einer kindgerechten Ausstellung wurden in der Eingangshalle der Schule in sechs Stationen wesentliche Elemente aus dem Leben und Schaffen Schweitzers dargestellt: Lebenslauf; Umgang mit den Tieren; Lambarene; Musik und Orgelspiel; Sprüche und wichtige Sätze; Frieden. In der siebten Station folgte eine Zusammenfassung und eine Übertragung auf die Situation der Schüler. In einer „Schatzkiste“ befand sich ein Plakat mit vielen Bildern, die alle die Aussage „Ehrfurcht vor dem Leben“ interpretieren. Dieser „Schatz“ war Grundlage für ein Gespräch mit den Gruppen. Die Gruppen wurden von speziell vorbereiteten Grundschulkindern durch die ersten sechs Stationen geführt.
In einem als „Werkstatt“ eingerichteten Klassenraum konnten die Grundschüler mit Materialien aus dem Deutschen Albert-Schweitzer-Zentrum „werkeln“ und sich so einen Zugang zu Schweitzers Ideen erarbeiten. Das Lehrerkollegium der Wanne-Grundschule, dem Materialien und Bücher zum Thema zur Verfügung standen, um die „Ehrfurcht vor dem Leben“ auch in den Unterricht einzubringen, konnte mit den Schülern ebenfalls die Werkstatt nutzen. Zudem waren alle Tübinger Grundschulen zur Benutzung der „Werkstatt“ eingeladen.
Parallel zu dem Schulprojekt veranstaltete die in der Nachbarschaft liegende evangelische Albert-Schweitzer-Kirchengemeinde Vorlesenachmittage vor allem mit Schweitzers Tiergeschichten. Ein von Dorothea Hufnagel erarbeitetes Albert- Schweitzer-Musical mit Kindern der Grundschule am 28. Oktober 2011 (Wiederholung am 22. Januar 2012 um 13.30 Uhr in der Albert-Schweitzer-Kirche) und ein meditatives Orgelkonzert mit Musik von Bach und mit Schweitzer-Texten rundeten das Projekt ab. Das benachbarte Altenheim war zur Ausstellung ebenso eingeladen wie interessierte Bürger und Gruppen aus Tübingen.
Ein wahrhaft nachahmenswertes Projekt.
Dr. Andreas Rössler


