Ein großes Dankeschön an Pfarrer Joachim Oesterle und allen Beteiligten am ökumenischen Gospelgottesdienst in Stutensee-Büchig.
Kollekte des ök. Gospelgottesdienstes in Büchig zu Gunsten des DHV
Im Ökumenischen Zentrum in Stutensee-Büchig (bei Karlsruhe) haben wir einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert mit dem Thema: „Gospel für eine gerechtere Welt.“ Die Lieder dieses Abends, in die uns der Chor „Gospel unlimited“ der Heilig-Geist-Gemeinde mitnahm, erzählen von der Sehnsucht nach der Rettung aus Gefangenschaft. Es sind Lieder von der Hoffnung auf eine gerechtere Welt und dass die Menschheitsfamilie in Frieden miteinander leben wird. Die Lieder erzählen auch von der Dankbarkeit über das Geschenk unseres Glaubens, der Freude macht und der die Kraft hat, die Welt zu verändern. Als Christinnen und Christen sind wir aufgefordert unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, so dass Frieden und Freiheit wachsen kann. Frieden und Freiheit wird es nicht geben, solange es Ungerechtigkeit gibt. Es fehlt auf unserer Welt an Nahrung, medizinischer Versorgung, an Bildung und fairen Chancen, an gerechter Verteilung von Gewinnen und Belastungen. Jeden Tag für Milliarden von Menschen.
Wie unterschiedlich Lebensläufe sein können, haben wir durch ein Anspiel sehen können, in dem die Lebensläufe zweier Frauen, einer weißen aus Europa und einer Schwarzen aus Afrika, gegenübergestellt wurden. Wie ungerecht ist es, wenn gute Lebensbedingungen so unterschiedlich verteilt sind! Wie ungerecht ist es, wenn Arbeit so unterschiedlich entlohnt wird und bei so vielen Menschen kaum Geld für das Nötigste da ist. An Hand des Gleichnisses von den Arbeitern im Weinberg (Matthäus 20) haben wir herausgearbeitet, dass nach Gottes Gerechtigkeit Arbeit dazu führen sollte, dass Menschen das erwirtschaften können, was sie für ein menschenwürdiges Leben benötigen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Weder Hunger und auch nicht Überfluss auf Kosten anderer ist demnach Gottes Wille. Die Kollekte dieses Gottesdienstes haben wir für den „Deutschen Hilfsverein für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene e.V. (DHV)“ gesammelt. Im Foyer der Kirche hatten wir einen Stand zum DHV aufgebaut, an dem man sich informieren konnte. Mit diesem Gottesdienst sind wir also ein klein wenig in die Fußstapfen von Albert Schweitzer getreten. Sammelte er unter anderem durch Orgelkonzerte Spenden für Lambarene, so haben wir dies mit Gospelliedern getan. Lieder, die auf ihre Weise Ehrfurcht vor dem Leben zum Ausdruck bringen. Von Schweitzer stammt die Aussage: „Wie ganz anders wäre doch die Welt, wenn wir, statt immer von ausgleichender Gerechtigkeit zu reden, selber etwas ausgleichende Gerechtigkeit trieben, und jeder von uns sich fragte: Was darfst du von dem, was du mehr als andere an Glück empfangen hast, wirklich für dich behalten?“ Wir freuen uns, die Kollekte von 620 € dem DHV überweisen zu können und hoffen dadurch ein wenig dazu beizutragen, dass die Arbeit in Lambarene im Geiste Schweitzers und im Sinne der Ehrfurcht vor dem Leben weiter fortgeführt werden kann.
Stutensee-Büchig, Joachim Oesterle

