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27.10.2016 06:38

Petra Urich - Das Märchen vom Zauberer Albert. Rezension über ein phantasievolles Buch über die "Ehrfurcht vor dem Leben" für Kinder

Von: Konstanze Schiedeck

Petra Urich schrieb "Das Märchen vom Zauberer Albert" für Kinder zwischen 6-10 Jahren. Es erschien 2015 im Persimplex-Verlag auf 42 Seiten. 

Ursprünglich war es ihrem Enkelkind zugedacht, doch veröffentlicht sollte es auch eine Hommage an Albert Schweitzer sein, wie sie auf ihrer Homepage zu erkennen gibt. Urich bedient sich der Stilmittel, die dieser Gattung zu eigen sind: Ein verwunschener Prinz wird durch eine Prinzessin erlöst, nachdem sie vier Mutproben bestanden hat. Zum genaueren Inhalt:

Der herzlose, Tiere quälende Prinz, wegen seiner Untaten in ein Geistwesen verwandelt, kann seine körperliche Gestalt nur zurück erlangen, wenn ihn eine Prinzessin erlöst, indem sie für ihn „die Ehrfurcht vor dem Leben findet“ und sie ihm „zu eigen macht“.

Prinzessin Mädesüß (Name eines Rosengewächses) findet den verzauberten Prinzen Wegerich in seinem Schloss. Sie gewinnt sein Vertrauen und sieht es als ihre Aufgabe an, ihn von seinem Fluch zu erlösen. Nichts ahnend, was Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet, begibt sie sich auf die Suche. Der Hilfe bedürfen eine Kreuzspinne, eine Ratte, ein Hasenkind und ein Glühwürmchen. Unerschrocken und mitfühlend befreit Mädesüß die gefangenen Tiere so als hätte sie nie etwas anderes getan. 

Als sich Verzweiflung einstellen will, weil sie noch immer nicht weiß, was Ehrfurcht ist und wo sie diese suchen soll, erscheint der Zauberer Albert und sagt dem Mädchen: „Du besitzt sie ja schon längst.“ Die Prinzessin macht sich auf den Heimweg, und man kann ahnen, dass der Erlösung des Prinzen nichts mehr im Wege steht.

Kindgerecht und überzeugend ist es der Autorin gelungen, dem Leser zu vermitteln, worin Ehrfurcht vor den Tieren besteht. Über die Auswahl derselben und ihr zahlreiches Erscheinen bei der Vermählung der Königskinder lässt sich streiten. Nicht jeder mag z. B. Spinnen oder Ratten. Die Bebilderung, von ihr selbst vorgenommen, ist gegenständlich und ansprechend für Kleinkinder. Ob diese allerdings das vorangestellte Zitat Schweitzers verstehen, bezweifle ich.

Das Märchen ist in einem gepflegten, präzisen Stil geschrieben, der erfreut.

Sicherlich hätte Albert Schweitzer nichts dagegen einzuwenden gehabt, dass seine Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben“ in Form eines Märchens weiter gegeben wird.

Das Buch ist in der Geschäftsstelle des DHV und im Buchhandel erhältlich:

Gebundene Ausgabe: 44 Seiten 12 €
Persimplex Verlag; Auflage: 1. (23. November 2015)
ISBN-13: 978-3864401831 

 
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05. November 2017

Gottesdienst zu Albert und Helene Schweitzer

10.00 Uhr, 60435 Frankfurt a. M. (Preungesheim), Ev. Festeburggemeinde, An der Wolfsheide 48

Ausstellung: Helene Bresslau-Schweitzer, 1879-1957 - Ihr Leben vor dem Hintergrund der Zeitbrüche ihrer Lebensspanne

5. November - 3. Dezember 2017
60435 Frankfurt a. M. (Preungesheim), Ev. Festeburggemeinde, An der Wolfsheide 48
Informationen: PDF

Ausstellungseröffnung: Helene Bresslau-Schweitzer

10.00 Uhr, 60435 Frankfurt a. M. (Preungesheim), Ev. Festeburggemeinde, An der Wolfsheide 48
Im Rahmen eines besonderen Gottesdienstes zu Albert und Helene Schweitzer
Informationen: PDF

11. November 2017

Helene Bresslau und Albert Schweitzer

15.30 Uhr, 60311 Frankfurt/M., Fischerfeldstr. 16
Fon 069 280382
Lesung mit Irene Kubisch u. Gustav Pressel aus: Die Jahre vor Lambarene - Briefe 1902-1912

12. November 2017

Albert Schweitzer und Richard Wagner: Die Idee der Ehrfurcht vor dem Leben in Wagners 'Parsifal'

18.00 Uhr, Berlin
Informationen: PDF
Vortrag und Gespräch mit Peter Berne (Berlin)

14. November 2017

Veranstaltung zum Briefwechsel "Helene Bresslau - Albert Schweitzer. Die Briefe vor Lambarene 1902-1912"

19.00 Uhr, 60435 Frankfurt/M.-Preungesheim, Ev. Festeburggemeinde, An der Wolfsweide 48.
Eine Lesung in Auswahl von Irene Kubisch u. Gustav Pressel (Gott und die Welt Spezial)