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22.07.2010

Erfolg der Dauerausstellung

Die Realisierung der neuen Dauerausstellung stößt auf große Resonanz. Auch Museumsexperten bescheinigten der Ausstellung hohes internationales Niveau.

Pünktlich zum Doppeljubiläum der 50-jährigen Frankfurter Ehrenbürgerschaft Albert Schweitzers und dem 40-jährigen Bestehen unseres Zentrums konnte am 13. November vergangenen Jahres im Deutschen Albert-Schweitzer-Zentrum die neue jugendgerechte Dauerausstellung Albert Schweitzer: Grenzenlose Menschlichkeit im Denken und Handeln feierlich eröffnet werden.
Die Eröffnungsreden hielten Dr. Einhard Weber, Vorsitzender des Deutschen Hilfsvereins für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene e. V., der Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, Prof. Dr. Felix Semmelroth und Dr. Gottfried Schüz, Vorsitzender der Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum. Dr. Schüz hat als Kurator die Ausstellung nach modernen museumsdidaktischen Prinzipien konzipiert.
Die gelungene grafische Gestaltung der Ausstellungswände in Text und Bild und die harmonische Einpassung in ein räumliches Gesamtkonzept ist dem Frankfurter Grafiker Harald Kubiczak zu danken. Bei der Auswahl der Exponate in den zahlreichen Vitrinen, in denen unter anderem erstmals viele Originalbriefe Schweitzers der Öffentlichkeit zugänglich werden, hat die Archivarin des Albert-Schweitzer-Zentrums, Halina Tremska, maßgeblich mitgewirkt.
Die räumliche Begrenzung der Ausstellungsfläche war für deren Gestalter eine besondere Erschwernis und Hausforderung zugleich: Es galt, auf einem Raum von ca. 80 Quadratmetern² das Lebenswerk Schweitzers in seinen Grundzügen nicht nur repräsentativ darzustellen, sondern dem Besucher auch interaktive Möglichkeiten der Auseinandersetzung damit anzubieten.
Neben einer biografischen Einführungsstation entstanden weitere acht Begegnungsstationen, die Schweitzers außergewöhnlichen Lebensweg und herausragendes Lebenswerk erschließen. Ausgehend von einem Originalkoffer Schweitzers, der dessen grenzenüberschreitendes Unterwegssein zwischen den Kontinenten und im geistigen Sinne symbolisiert, kommt Schweitzer als

  • Musiker, Organist und Bachinterpret
  • Theologe, Prediger und freier Christ
  • Spitalgründer und Urwaldarzt
  • Ehemann und Vater
  • Kulturphilosoph
  • Begründer einer universellen Ethik
  • Friedensmahner und
  • Ehrenbürger der Stadt Frankfurt am Main

anschaulich zur Darstellung.
Die Stationen sind inhaltlich so gestaltet, dass jeder Besucher, ob alt oder jung, einen Einblick in Schweitzers Lebenswerk erhalten und sich, seinem jeweiligen Interesse oder der verfügbaren Zeit gemäß auf mehreren Ebenen in dieses vertiefen kann:

  • Jede Station trägt ein charakteristisches Zitat von Albert Schweitzer zum jeweiligen Thema, verbunden mit einem instruktiven Einführungstext. Beides gibt eine erste Orientierung.
  • Wer sich näher in ein Thema vertiefen möchte, findet an jeder Station ergänzende Tafeln mit Bildern und erläuternden Erklärungen bzw. Schweitzer-Zitaten.
  • Zahlreiche Vitrinen zeigen erstmals Originalbriefe sowie Bild- und Textdokumente, die das an den Schauwänden dargestellte konkretisieren, veranschaulichen und ergänzen.
  • Eine intensivere Begegnung ermöglichen unter anderem Hörstationen und PCs mit Originalaufzeichnungen von Orgelkonzerten und Vorträgen Schweitzers ebenso wie Auszüge aus seinem Leben und Denken in Bild und Ton. Hinzu kommen Zitatsammlungen und Textauszüge zu Schweitzer als Theologe, Musiker, Kulturphilosoph und Ethiker. An Interaktionstafeln mit Magnetelementen erhält der Besucher ferner Gelegenheit, sich mit grundlegenden Denkansätzen seiner Ethik und deren Aktualität auseinanderzusetzen.
  • Schließlich regen Brettspiele, Kreuzworträtsel und ein PC-Quiz dazu an, das Erfahrene zu überprüfen und zu vertiefen. Ergänzende Auswahltextauszüge aus Schweitzers Werk in Schubladenkästen z.B. zu Krankheiten in Lambarene oder zu den Tieren im Spital, sind auch spannend und unterhaltsam zu lesen.

Die Angebote richten sich an alle Altersgruppen, sprechen aber insbesondere in den genannten interaktiven Bereichen die jüngere Generation an. In einem inzwischen vorliegenden Flyer werden Konzept und Gestaltung des Museums vorgestellt. Die Hoffnung, dass diese neue Dauerausstellung möglichst viele Besucher aus allen gesellschaftlichen Bereichen findet, scheint sich zu erfüllen. In den vergangenen Monaten seit der Eröffnung ist eine deutlich gewachsene Besucherzahl in allen Altersgruppen zu verzeichnen, bei der die Ausstellung großen Anklang findet.

 




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