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02.03.2010

Neue Dauerausstellung im Deutschen Albert-Schweitzer-Zentrum eröffnet

Am 13. November ist im Deutschen Albert-Schweitzer-Zentrum die neue jugendgerechte Dauerausstellung Albert Schweitzer: Grenzenlose Menschlichkeit im Denken und Handeln feierlich eröffnet worden.

Die Eröffnungsreden hielten Dr. Einhard Weber, Vorsitzender des Deutschen Hilfsvereins für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene e. V., der Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, Prof. Dr. Felix Semmelroth und Dr. Gottfried Schüz, Vorsitzender der Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum.

Dr. Einhard Weber dankte der Stadt Frankfurt am Main für die finanzielle Unterstützung sowie den übrigen Sponsoren, zu denen neben der Messe Frankfurt, der Stada Arzneimittel Bad Vilbel und dem Lions-Club Hofheim i.T. noch eine Reihe privater Spender gehören, ohne die die neue Ausstellung in der vorliegenden Qualität nicht möglich gewesen wäre. Dr. Weber hob die Bedeutsamkeit hervor, die Leben und Werk Schweitzers, der zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts zählt, in der heutigen Weltlage zukommt. Er betonte vor allem die Aktualität von Schweitzers Ehrfurchtsethik, zu der es für eine lebenswerte Zukunft der Menschheit keine Alternative gebe.

Prof. Dr. Felix Semmelroth wies in seinem Grußwort auf die besondere Verbundenheit Albert Schweitzers mit der Stadt Frankfurt am Main hin, die ihn vor fünfzig Jahren zum Ehrenbürger ernannte. Nicht nur zahlreiche Vorträge, Orgelkonzerte und Ehrungen seien es, die Albert Schweitzer über zwanzig Mal nach Frankfurt führten und eine besondere Würdigung verdienen. Es sei vor allem sein herausragendes Lebenswerk, das in der universellen Ethik der Ehrfurcht vor allem Leben gipfelt und das in dem von ihm im afrikanischen Urwald aufgebauten Tropenspital seinen praktisch-ethischen Kristallisationspunkt fand. Prof. Semmelroth gab seiner Freude über die der Öffentlichkeit vorgestellte neue Dauerausstellung Ausdruck, die Leben und Werk dieses bedeutenden Theologen, Philosophen, Musikers, Orgelexperten und Tropenarztes in eindrucksvoller Gestaltung zugänglich macht.

Schließlich stellte Dr. Gottfried Schüz den Aufbau der Dauerausstellung vor, die er als deren Kurator nach museumsdidaktischen Prinzipien konzipiert und inhaltlich gestaltet hat.

Neben einer biografischen Einführungsstation erschließe sich Schweitzers außergewöhnlicher Lebensweg und herausragendes Lebenswerk in weiteren acht Begegnungsstationen. Ausgehend von einem der Originalkoffer Schweitzers, der dessen Grenzen überschreitendes Unterwegssein zwischen den Kontinenten und im geistigen Sinne symbolisiert, komme Schweitzer in seinem vielfältigen Wirken anschaulich zu Gesicht und Gehör. Ferner, so führte Dr. Schüz aus, laden zusätzliche Informations- und Arbeitsmaterialien an Magnettafeln, PCs, Audiostationen und in Gestalt ergänzender Auswahltexte zu einer vertiefenden interaktiven Auseinandersetzung ein. Das Angebot richte sich an alle Altersgruppen, will aber insbesondere die jüngere Generation ansprechen.

Die hervorragende grafische Gestaltung der Ausstellungswände in Text und Bild und die harmonische Einpassung in ein räumliches Gesamtkonzept sei dem Frankfurter Grafiker Harald Kubiczak zu danken. Bei der Auswahl der Exponate in den zahlreichen Vitrinen, in denen unter anderem erstmals viele Originalbriefe Schweitzers der Öffentlichkeit zugänglich werden, habe die Archivarin des Albert-Schweitzer-Zentrums, Halina Tremska, maßgeblich mitgewirkt.

Dr. Schüz gab schließlich der Hoffnung Ausdruck, dass diese neue Dauerausstellung möglichst viele Besucher aus allen gesellschaftlichen Bereichen finde, die sich nicht nur ein lebendiges Bild einer außergewöhnlichen Lebensleistung machen, sondern für die eigene Lebensgestaltung nachhaltige Impulse erfahren können.

Blick in die neue Dauerausstellung im Deutschen Albert-Schweitzer-Zentrum













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